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Erbrecht - Was es beim Erben und Vererben zu beachten gibt

Erbrecht – Was es beim Erben und Vererben zu beachten gibt

Jeder Bürger kann seine Erben selbst bestimmen. Stirbt jemand ohne ein Testament oder einen Erbvertrag, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Dabei erben als Erstes die Kinder und Ehegatten. Der Anteil des Erbes hängt vom Verwandtschaftsverhältnis ab. Zunächst erben die Kinder und Enkel. Nur wenn diese nicht vorhanden sind, dann erben weiter entfernte Verwandte wie Geschwister, Neffen und Nichten. Das bedeutet, sobald es einen näheren Verwandten gibt, erben die weiter entfernten Verwandten nichts. Wer, zu welcher Quote erbt, steht im Erbschein.

Das Ehegattenerbrecht schränkt das Erbrecht der Verwandten ein, erklärt der Fachanwalt für Erbrecht in Frankfurt. Der überlebende Ehegatte kann zu einem Viertel oder zur Hälfte erbberechtigt sein. Genaue Informationen dazu und zur Stellung von Adoptivkindern hat der Familienanwalt in Frankfurt.

Für ein adoptiertes volljähriges Kind gelten besondere Regeln. Anders als bei minderjährigen Adoptivkindern erlöschen die verwandtschaftlichen Beziehungen zu den leiblichen Eltern nicht. Dadurch bleibt auch der Erbanspruch bestehen.

Ein Testament sorgt für Klarheit

Ist der Erblasser mit der gesetzlichen Erbfolge nicht einverstanden, ist ein Testament notwendig. Mit einem Testament bestimmt der Erblasser, wer was erbt. Ein eigenhändiges Testament ist nur wirksam, wenn es vom Erblasser mit der Hand geschrieben und unterzeichnet ist. Bei einem Notar kann ein öffentliches oder notarielles Testament errichtet werden. Dieses ist sicherer, da hier der Willen des Erblassers klar und eindeutig formuliert ist.

Im Testament kann ein Testamentsvollstrecker bestimmt werden, um den letzten Willen auszuführen. Dieser nimmt den Nachlass anstelle der Erben zunächst in seinen Besitz und sorgt, dem letzten Willen des Verstorbenen entsprechend, für die Aufteilung. Das sorgt für Frieden zwischen den Erben. Personen, die sich im Erb- und Steuerrecht gut auskennen, sind für diese Aufgabe am besten geeignet.

Erbschaft antreten oder ausschlagen


Vererbt wird nicht nur Vermögen, sondern auch die Schulden des Verstorbenen. Innerhalb von sechs Wochen muss der Erbe entscheiden, ob er die Erbschaft antritt. Ist der Nachlass überschuldet, wird das Erbe besser nicht angetreten, rät der Anwalt in Frankfurt. Kann innerhalb der Frist nicht konkret festgestellt werden ob Vermögen vorhanden ist, kann eine Nachlassverwaltung beantragt werden.

In Deutschland werden enorme Summen vererbt. Je mehr es zu vererben gibt, umso größer ist das Streitpotenzial. Mit einem Testament und einer guten Nachlassplanung lassen sich Erbstreitigkeiten großteils vermeiden. Gibt es keine gesetzlichen Erben und keinen letzten Willen erbt das Bundesland, in welchem der Erblasser gewohnt hat.

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